Montag, 22. April 2013

HierWendetSichDerGastMitGrausen


Diese Worte sind bekannt aus dem Gedicht „Der Ring des Polykrates“.Die Freundin eines Freundes hat einen reichen Bruder. Und gestern hat der Bruder dieser Freundin seine Familie eingeladen, eine Dampferfahrt mit ihm zu machen. 
AbNeigung
 Was ich an den so genannten „Reichen“ nicht mag, ist ihre manchmal sehr ins Gewicht fallende Maßlosigkeit 
Der Reiche
  und auch das Beduerfnis, andere mit ihrem so genannten „Vermoegen“ beeindrucken zu wollen. 







Der Protz


So erzaehlte mir dann dieser Freund, dass sie (seine Freundin, ihre 74 Jahre alte Mutter, die neue Frau des Bruders und er selbst) 4 Stunden auf diesem Dampfer zubrachten bei der noch ziemlich kuehlen Witterung. 







Und es sei ihr jetzt, zuhause angekommen, schlecht, ja regelrecht schwindelig, von dieser überlangen Fahrt auf dem Wasser.

Ein ähnliches Phänomen entdecke ich bei mir selbst, in meiner Betroffenheit bei dem Fall von Rosemarie Fliess, welcher sich letzte Woche in Berlin ereignet hatte.
Eine kranke und Sozialhilfe empfangende Frau wurde aus ihrer Mietwohnung vertrieben – zwangsgeraeumt – , wie das im Amtsjargon heißt, und verstarb nach dieser Aktion, welche  sehr viel Aufregung und Wirbel verursacht hatte, zwei Tage später.
Behindert?

Ich vermute mal, dass die Verzweiflung und dieses oben erwaehnte „Grausen“ den Entschluss, diese Welt zu verlassen, wesentlich beschleunigt hat.

Ja, da kann einem schon das kalte Grausen kommen. Und manche moegen da gar nicht so lange oder intensiv hinschauen, weil sie das in Resonanz braechte zu eben diesem Grausen.
Oder es wird einem schwindelig, wenn sie/er darueber nachdenkt: Irgendwann werde ich selbst einmal alt und vielleicht auch krank.

Alt?


Habe ich dann noch genuegend Geld zur Verfuegung, dass ich meine Miete bezahlen kann? Wann wird es dann so eng, dass ich dem Entschluss folge, diese Welt zu verlassen? 
Brauche ich dieses „Grausen“, um mich von meinem Koerper und dieser Welt zu trennen? Oder darf ich lebenssatt und erfuellt von schoenen Ereignissen und Eindruecken diese Welt verlassen? 
Verzweifelt?
Wie wird das sein? Muss ich mich verdraengen lassen, mit Gewalt vertreiben lassen? 
Oder habe ich den Schutz und die Sicherheit, dass ich mein Leben im Frieden beenden darf?  
Wie weit kann ich daran selbst gestalten? 
Und wie weit sollte ich andere darum bitten koennen, dass sie mir das auch gewaehren? Welchen "Verdienst" muss ich mir erworben haben? Wie weit werde ich gehoert? 
Der Rufer
Wie weit hoeren Menschen mich ueberhaupt heutzutage noch? 

Habe ich Freunde, die mich begleiten? 
Habe ich Einfluss? 
Hilft mein Bitten? 
Bitte, liebe Freunde, bitte, liebe Menschen in Nah und Fern – ich bitte das nicht (nur) fuer mich – das ist vielleicht schon einigen klar geworden – ich bitte das für viele, ja eigentlich fuer alle Menschen! 

Habt Erbarmen mit den Kranken und sozial Schwachen! 

Freitag, 1. März 2013

WasZiehenWirUnsHeuteAn?


Was gibt es denn zur Auswahl? => Verschwörungs – oder Verblödungstheorie.

Ich sehe mittlerweile diese beiden Alternativen:
SchöneNeueWelt?
Entweder ich huldige dem Kapitalistischen Modell und schlucke all die Unmöglichkeiten, welche sich damit verbinden, wie zuzulassen, dass dieser Planet durch Weltschmutz und
unmäßige Gier sich langsam von einem blauen Planeten zu einem grauen Planeten verwandelt. Und ich schlucke dabei Tabletten, um danach den Sirenen der Verkäufer und Geschäftemacher wieder lauschen und dem Rausch des Konsums folgen zu können und im Dämmerzustand eines Zombies all denen zu glauben, die sagen, ich sei einer Verschwörungstheorie aufgesessen und müsse quasi nur den Schalter umlegen, um wieder „normal“ und angepasst mein Leben fristen zu können.
Oder aber:
Phantasien
Ich sage aller Gewalt in Form von Waffen und Repressionen ab, verzichte dabei jedoch, mich zu engagieren gegen jeglich Andersdenkende, esse kein Fleisch mehr und lasse zu, dass ich Anämie und Allergien schutzlos ausgeliefert bin, weil es da immer noch Menschen gibt, welche ihren Arsch auf zwei oder vier Rädern mit fossilen Brennstoffen durch den Raum bewegen müssen. Und ich fühle mich glücklich, grüne Gedanken hegen zu können und den Anspruch zu haben, ein eigenes Beet zu haben, aus dem ich meinen täglichen Bedarf an Nahrung decken kann. Ich ernähre mich also fleischlos und verbrauche meine Energie nachhaltig. Aber ich verbinde mich weder mit anderen zu Interessengruppen, um mir eine „eigene Meinung“ leisten zu können und mir die Illusion zu geben, ich tue etwas für den Erhalt unserer Spezies. Und ich werde dann eines Tages mit Vorbildcharakter von meinem ehemals noch mit einem Preis ausgezeichneten Grundstück zwangsgeräumt, weil ich einer neuen Trasse zur Autobahn Berlin – Paris weichen muss?
Ich werde nicht zur Waffe greifen. Ich werde mich aber zu wehren wissen.
Leute, was hier vorgeht, ist mehr als nur eine Verschwörung. Das ist eine Umwälzung größeren Ausmaßes, in welcher keiner so recht weiß, wo sie/er hingehört.
Warum? 
Eigenes Auto
Nun, manche hängen halt noch an ihrem selbst erworbenen PKW und sehen darin ihre noch einzige ihnen verbliebene Macht, ihrem Nachbarn den Dreck in die Schnauze blasen zu können, weil das von Staats wegen sanktioniert ist und über Steuermittel abgedeckt und gewissensberuhigt ist, und sehen darin aber darin keinen Widerspruch, sich nachhaltig und energiebewußt zu verhalten. Oder sie fliegen zwei-bis dreimal mit einem Flieger in den Urlaub und wundern sich dann über den Klimawandel. 
Während andere schon so weit sind, zu glauben, es reiche nicht mehr, nur auf Fleisch und Milch zu verzichten und dabei angekommen sind, nur noch „flüssig“ ernährt zu werden, sich in einem Bett auf einer Station im Krankenhaus oder einer Klinik wiederzufinden und gesagt zu bekommen, sie hätten ein Reizdarmsyndrom und eine vegetative Depression, und sie müssten sich von ihren aggressiven Gedanken der Vergangenheit endlich verabschieden und innerlich lediglich einen Schalter umlegen, welcher sie wieder auf die rechte Bahn bringen und alles wieder im rechten Licht sehen ließe.
Sanitätsfall
Wir (als gesamte Menschheit) seien nun mal noch nicht so weit, ohne Waffen und staatliche Gewalt auszukommen. – Die Anderen, die Gewaltbereiten, seien das Problem, vor welchen wir, der Staat, Sie schützen müssten. Dann bekommen Sie ein paar Pillen verschrieben und werden dann, wenn mit ihnen ein Ernährungsplan erstellt wurde und der Stuhlgang sich normalisiert hat, wieder auf die Menschheit losgelassen! 
Verstehen Sie die Spaltung? Da gibt es eine Gruppe von Menschen, welche es sich leisten kann, mit vorsintflutlichen Denkmustern und archaischen Methoden diese Welt zu beackern, 


Vorsintflutlich
während Ihnen Gedanken zugeflüstert wurden, die sich mit Methoden von Übermorgen befassen und ein völlig neues Weltbild beinhalten, welches mit der momentanen Realität einfach nicht in Einklang zu bringen ist, weil das so genannte „Zukunftsmusik“ ist!
Dabei werden Ihnen aber schon Mittel in die Hand gespielt, wie elektronischer "Zauberschnickschnack", der Ihnen vorgauckelt, was für ein zukunftsorientierter Mensch sie seien. Und zudem wird Ihnen alles Wissen und Technologie beigebracht. Aber nicht, um hier die Welt zu verbessern. Nein! Um mit Ihrer Hilfe in den Weltraum flüchten zu können, sobald, diese Erde unter den Altlasten und dem Schmutz, welchen diese Herren der Welt hinterlassen haben, zusammengebrochen ist!
Sollte das jedoch nicht frühzeitig genug klappen, haben diese feinen Herren und Damen (!) noch eine Alternative für Sie bereit: Sie zeigen Ihnen, wie ‚mensch’ diese Welt bereitwillig und vorzeitig selbst verlassen kann.
Die Spritze

Daraus erhoffen sie sich eine Art „Selbstreinigung“, mit welcher der Planet Erde vielleicht doch noch „gerettet“ werden kann und hätten damit ihr Ziel, hier auf der Erde weiter in Saus und Braus leben zu können – ohne Einbuße jeglichen Prunks und demonstrativen Luxus`  – endlich erreicht!


Das walte Gott, der helfen kann. Mit Gott fang ich die Arbeit an ( und ziehe mir die Verschwörungs – oder Verblödungstheorie an? )!
Eure Entscheidung, Leute!


  





Mittwoch, 30. Januar 2013

WasWirdSein


Was wird sein?

Oder: Der scheinbar sinnlose Kampf gegen bestehende Verhältnisse

Visionäre hat es zu allen Zeiten gegeben. Propheten waren eine spezielle Erscheinung in der jüdischen Tradition. Es waren Menschen, welchen die Gabe nachgesagt wurde, sie haben Kontakt zu einer Höheren Macht, bei welcher die Zukunft schon sichtbar sei und das, was sein wird, könne nur dann sich anders gestalten, wenn die herrschende Macht auf Erden sich besinne und eine andere Richtung einschlage. 

Eine solche Geschichte ist im Buch Jona im Alten Testament aufgeschrieben. Der Prophet selbst scheut vor dem Auftrag zurück, der Stadt Ninive und ihrem Herrscher entgegen zu treten und die Nachricht, welche Gott für sie hat, zu überbringen.
Aber die Flucht vor dem Auftrag misslingt. Das Schiff, auf welchem Jona vor Gott fliehen möchte, gerät in einen Sturm, der sich erst wieder legt, als Jona über Bord geworfen wird.
Jona wird von einem Wal geschluckt und nach drei Tagen wieder an Land ausgespuckt. 

Nun, dieser Prophet hatte großes Glück: Er fand eine gottesfürchtige Stadt und einen gottesfürchtigen König vor. Als er in Ninive ankam und dort rief: „Noch vierzig Tage, und Ninive wird untergehen!“, da wurde ein großes Fasten ausgerufen und der König selbst hüllte sich in Bußgewänder und alle riefen den Herrn an – mit Ausdauer, wie es in der Schrift heißt.

Tun wir so etwas heute noch? Wie ist das heute? Wie kann heute noch jemand behaupten, die Zukunft zu kennen? Und wenn: Würde es irgendjemand zur Umkehr, weg von seinem Treiben, bewegen, wenn da jemand den Untergang prophezeite?
Wir alle wissen, welch große Schäden unser Handeln an der Welt verursacht hat. Klimawandel, vermehrtes Artensterben, Luftverschmutzung, Hitze-und Kältewellen und Überschwemmungen, um nur einige der Faktoren zu nennen, die das Leben auf dieser Erde bereits schon spürbar verändert haben und bedrohen. 

Und andere Tatsachen, die zeigen, dass der Mensch mit Seinesgleichen immer noch nicht so umgehen kann, dass vermeidbares Leid verhindert werden könnte, welches durch Krieg und Hunger in der Welt ist.
Da braucht es eigentlich keinen Propheten mehr, wie damals zu Jona`s Zeiten, der sagen könnte: Noch vierzig Tage ... . Ich vermute, es bräuchte Tausende von Jonas Art, welche all die Städte besuchen müssten, um die Nachricht deren Untergangs zu verkünden. Und es gibt auf der anderen Seite auch nicht mehr die Gottesfurcht, welche Ninive dazu bewegte, das schädliche Treiben zu beenden. Ist das tatsächlich so? Gibt es keinen Glauben mehr in der Welt? Woran glauben die Menschen heute? 

In einer Rede eines Indianers zur Zeit der Gründerjahre Amerikas hören wir: „Wovon träumt der weiße Mann?“ Schon dort wird ein mit der Natur nicht verträgliches Vorgehen angesprochen, welches sich auf diesem Kontinent breit machte und sich seitdem auch nicht geändert hat. 
Ich will jetzt aber nicht speziell Amerika als Umweltsünder Nummer eins anprangern, sondern bleibe in meinem Land und vor meiner Haustüre und frage: Was wird sein?
Haben all die positiven Ansätze von Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine Chance, die Katastrophe aufzuhalten, welche durch unser Konsumverhalten eingerührt worden ist?  Oder sind das alles nur Halbherzigkeiten von welchen wenig Rettung zu erwarten ist? 
In der Bibel ist die Rede von einem Fasten, das ausgerufen und offenbar auch eingehalten wurde; sonst wäre diese Geschichte nicht aufgeschrieben worden: Ninive überlebte nur, weil Jona zu ihnen ging und weil sie sich nach dieser Prophezeiung besannen und fasteten
Bisher ist die Katastrophe in unserer heutigen Zeit ausgeblieben. Ist sie das wirklich? Von immer stärkeren Tornados und Hurrikans höre ich. Und die Zahl der Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen pro Jahr steigt. Die Natur holt sich erbarmungslos zurück, was wir ihr abgetrutzt haben. 
Noch können wir keinen wirklich bevorstehenden Weltuntergang wahrnehmen. Ich frage mich jedoch: Was braucht der Mensch noch an Warnungen, um endlich zu deutlich stärkeren Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Fasten, zu kommen und dieser sichtbar und spürbaren Entwicklung entgegen zu wirken? 
Wir vertrauen heute einem Fach, das wir Wissenschaft nennen. Also nicht mehr der Kontakt zur Höheren Macht ist heute vorrangig, sondern das eigene Wissen, die Beobachtung und Erkenntnis von Naturgesetzen ist es, welche unser Verhalten weitestgehend formt und beeinflusst. 
Doch frage ich mich: Ist diese Wissenschaft in der Lage, Entwicklungen, welche zur Katastrophe führen können, aufzuhalten? Wie weit ist dieser „neue Glaube“ in der Lage, die an ihn Glaubenden so zu steuern, dass sie vor Katastrophen bewahrt bleiben?
Hat uns diese Wissenschaft blind oder größenwahnsinnig gemacht? Mit der Einstellung, alles zu wissen, alles „im Griff“ zu haben, ja praktisch Herr über Leben oder Tod zu sein, können einem, so sage ich mal, durchaus Fehler passieren! 
Die kleine Geschichte vom Bauern, der eine Zeit lang so sein durfte wie Gott und das Wetter bestimmen durfte, dabei aber den Wind als Kraft zur Bestäubung des Weizens vergaß, zeigt eindringlich, wie schnell die Grenzen des eigenen Horizonts erreicht sind und notwendige Dinge und Zusammenhänge übersehen werden können.


Ich glaube immer noch, dass uns die Geschichte von Jona und der Stadt Ninive durchaus heute noch etwas zu sagen hat. Es gibt keinen Jona mehr – es gibt auch keinen gottesfürchtigen König und kein gottesfürchtiges Volk mehr. Aber: Wie die Geschichte in der Bibel zeigt, hat nur eines vor der Katastrophe bewahrt – und das war ein konsequenter Verzicht auf das „Immer-mehr-desselben“, das Fasten. Nur die Umkehr vom schädlichen Tun hat letztlich aus der Katastrophe geführt. 



Und das, liebe Mitmenschen, ist es, was ich hier und heute noch einmal öffentlich machen und daran erinnern möchte. 

Michael Lamprecht, Berlin, 31.01.2013












Mittwoch, 16. Januar 2013

Altenpflege


Altenpflege?   Familienbande!


Gestern war ich im JobCenter bei meinem Arbeitsberater. Ich wollte eine Förderung für eine Weiterbildung beantragen zum Heilpraktiker.
Die Antwort war: „Sie sind selbständig und ich darf Sie nicht fördern, aber ich hätte da eine Ausbildung für ein halbes Jahr zum Altenpfleger anzubieten.“
Ist es nicht merkwürdig? Ich möchte die Menschen mit einem von mir selbst gewählten Beruf genau davor bewahren, in den „burn out“ zu rennen, wie ich das vor Jahren tat.
Aber mir wird eine Ausbildung von 2000 € nicht gewährt, die mich dafür qualifizieren würde.
Für eine Ausbildung zum Altenpfleger, welche mit Sicherheit das fünffache kostet, wäre Geld für mich da!
Und ich bin 62 Jahre alt und habe nach der Ausbildung noch maximal zweieinhalb Jahre, diesen Beruf auszuüben.
Als Heilpraktiker könnte ich allerdings noch ein paar Jahre länger wirken, weil ich in der Selbständigkeit selbst entscheide, wann ich mich altershalber zurückziehe!
Das ist nur eine Ungereimtheit in den Merkwürdigkeiten unserer Gesellschaft.
Ich habe zur Zeit eine Freundin, welche aus Russland kommt. Sie erzählte mir erst vor kurzem, wie das in ihrer Heimat mit den familiären Verhältnissen sei.
Da wohnen die Eltern, Großeltern und Kinder noch zusammen in einem Haus.  Und selbstverständlich sorgen die Kinder mit für den Haushalt und unterstützen die Mutter bei den im Haus anfallenden Arbeiten. 

Die Großeltern passen auf die Kinder auf, wenn die Eltern zur Arbeit gehen und da wird keine Oma, oder der Opa ins Altenheim geschickt, wo sie oder er unter fremden Menschen leben muss und sich von fremden Menschen pflegen lassen muss!
Ich habe davon gehört, dass das bei uns irgendwann auch einmal so war  – irgendwann vor dem Krieg. Ja, irgendwann bevor das alles los ging mit dem Wahnsinn, sich selbst und die Verbindung zur Familie aufzugeben und im Geldverdienen und Konsumieren den Sinn des Lebens wiederfinden zu müssen.
Da war einmal so etwas, wie eine heile Welt, eine Familienstruktur, Menschen die füreinander da waren und füreinander einstanden.
In amerikanischen Serien, welche wir später dann im Fernsehen sahen, wurden uns diese Ideale vorgespielt, wie in „Vater ist der Beste“, oder „Lassie“, „Mein Freund Flipper“ und „Unsere kleine Farm“. 

Ich kann mich an die Wehmut entsinnen, welche ich beim Zuschauen empfand. Der Verlust und das ungelebte Leben in dieser Erfahrung wurde mir erst sehr viel später bewusst; das, was mir in meinem Leben gefehlt hatte und an was ich auf diese Weise so schmerzlich erinnert wurde.
Heute, nach über dreißig Jahren schwerer und schmerzlicher seelischer Aufarbeitung meines Lebens, kann ich zum ersten Mal bewusst sagen, dass ich dankbar dafür bin, in ein solches Tief in meinem Leben gefallen und bewahrt geblieben zu sein. 
Heute kann ich sagen, dass ich die Entwicklung, welche unsere Gesellschaft genommen hat, als ziemlich verrückt und "aus dem Lot" empfinde und ich nur wünschen kann, dass wir insgesamt den Weg zurück zu einer  Normalität, welche auch Gesundheit und Heilung bedeutet, finden.

Dienstag, 15. März 2011

Schein

Manchmal wird im Leben deutlich, was Schein und was Wahrheit ist. Die Ereignisse der letzten Tage in Japan zeigen wieder einmal, dass wir Menschen uns nur in Sicherheit wähnen
Jetzt wird auch bei uns über mögliche Gefahren, welche von Atomkraftwerken ausgehen könnten ernsthaft gesprochen. 
Muss es erst zu Katastrophen kommen, dass wir zu vernunftbedingtem Handeln angeregt werden? 
Ich wünsche mir für dieses Ostern, dass wir wieder näher zusammenrücken und miteinander sprechen, uns wahrnehmen in den jeweils anderen Bedürfnissen und Ängsten und sich ein Gefühl der Gemeinschaft aller ausbildet. Unsere Erde ist zu klein, als dass Einzelne Ideen und Ansprüche verwirklichen, welche Leben zerstören und bedrohen.

Samstag, 4. Dezember 2010

Das Gebäude aus Glas


Wir haben so unzählig viele Erkenntnisse gewonnen und gesammelt seit ADAM und EVA - aber: 
Nutzen wir sie? Oder besser: Verstehen wir, wozu diese Erkenntnisse uns geschenkt worden sind?
Warum nenne ich diesen Aufsatz "Das Gebäude aus Glas"?
Nun, ich habe in der letzten Zeit zwei Filme gesehen: "21 Gramm" hieß der eine und "Arn" nannte sich der andere. "21 Gramm" handelt von drei Menschen, die durch einen Zufall miteinander zu tun haben. Einer davon stirbt durch einen Unfall. Sein Herz wird dem Anderen gespendet. Der Film hat seinen Titel von der Annahme, dass 21 Gramm bei jedem Menschen verloren gehen, wenn er stirbt. Der andere Film "Arn" handelt von den Kreuzzügen im Mittelalter. Der schwedische Ritter Arn wird zu 20 Jahren Dienst als Tempelritter verurteilt und fällt auf durch seine Courage und Fairness. Er soll durch sein Handeln lange Jahre den Frieden in Schweden bewirkt haben.
Aus dem Gesehenen entstanden heute morgen meine Gedanken: Unser Körper - die Schöpfung Gottes - ist wie Glas für uns geworden. Fast kein Geheimnis mehr birgt dieser Körper. Gott hat uns Einblick gegeben.
Schwert und Kugel - die Waffen in diesen beiden Filmen können in diesen Körper eindringen und ihn entweder töten, oder retten. 
Ein Arzt kann mit einem Skalpell bösartige Geschwulste aus diesem Körper entfernen, oder ein "neues" Herz einpflanzen. Die geschluckte Kugel (mit einer Kamera ausgerüstet) kann das Innenleben des Darmes beobachten und krankhafte Veränderungen entdecken. So weit sind wir als Menschen in unseren Forschungen und Bemühungen gekommen. Wir haben die Wahl und die Macht und damit aber auch die Verantwortung für das, wofür wir uns entscheiden: Für den Tod oder für das Leben!
Viel weniger aufwändig, weniger bedrohlich, oder schmerzhaft ist das Wort.
Aber: Auch das Wort kann eindringen durch`s Ohr in`s Herz und dort entweder Schaden oder Freude bereiten. Wer das bedenkt, ahnt, wozu Worte fähig sind. 
Gedanken werden, wenn sie auftauchen (aus dem Unterbewußten) und betrachtet werden, zu Worten. Die Worte können wie Boten an`s Ohr dringen und wenn sie gehört und aufgenommen werden, erwecken sie Träume, Bilder, Wünsche und Bedürfnisse. Wünsche können zu Taten werden. Das wissen wir alle.
Doch: Handeln wir in diesem Bewußtsein? Was ist die Bedingung dafür, dass Worte die Taten auslösen, welche dem Leben nützen und das Leben schützen?

Schenke mir, Abba, ein reines Herz; befreie es von Groll und Schmerz. Worte, Vater, von Deinem Altar verwandeln den Sinn, das Herz wird klar. Lass mir dies Wort zum Heil gedeih`n; mache mein Herz, Abba, wieder rein.


siehe zum Thema "Gedanken" auch
NiveauUnterschiede




Donnerstag, 2. Dezember 2010

Oh Gott, Du armes Kind?



„Alle Jahre wieder – ( kommt das Christuskind auf die Erden nieder, wo wir Menschen sind…)
Nur die Heiligen heilen die Welt, durch die Eiligen wird sie entstellt, durch die Hassenden wird sie zerstört, durch die Prassenden eitel entleert. Die nur Tüchtigen retten sie nicht und die Süchtigen löschen das Licht…
Keine „Frohe Botschaft“ – eher eine Warnung. 
Was finden unsere Kinder vor, wenn sie diese Welt betreten? Wie sollen sie mit dem, was sie da vorfinden, leben können? Welche Zukunft, welche „Krippe“ bereiten wir ihnen?
„Kind du bist uns anvertraut…“, singt ein Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch zum Thema „Taufe“ und stellt die Frage: „Wozu werden wir dich bringen?“
Ich stehe auf. Gott hat mich geweckt, um diese eine Seite noch zu schreiben. Immer nur für einen Tag gibt ER mir die Kraft. Wer bin ich am Ende dieses Tages? Welche Freunde habe ich? Wohin bringen die mich? Was glaube ich, wohin es mit mir gehen soll?
„Wir werden alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Gottes.“ Dieser Satz wird jedes Jahr am Ende des Kirchenjahres verkündet, quasi als Erinnerung daran, dass wir hier auf der Erde keine feste Bleibe haben, für unser Handeln Verantwortung tragen, und irgendwann gefragt werden: „Was hast du mit deinem Leben gemacht?“
Viele Menschen in Deutschland sind aus der Kirche ausgetreten. Warum? Nun, ich nehme einmal an, dass sie mit dem, was dort gemacht wird, nicht mehr einverstanden sind. Ich bin geblieben, obwohl mir diese Frage, was ich mit meinem Leben gemacht habe, ziemlich auf den Nägeln brennt. „Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“, sagt Jesus, als ER am Kreuz stirbt und diese Welt zurück lässt in dem Vertrauen, dass alles getan ist und alles gut ist, so, wie es ist.
Ich besuche zur Zeit immer Dienstags eine Frau, welche sich von dieser Welt verabschiedet.
Da habe ich diese Situation direkt vor Augen. Da lerne ich, wie es einmal sein kann; was auch meine Zukunft sein wird.
Was ich von außen nicht sehen kann, ist, was in dieser Frau vorgeht. Aber ich spüre, welches Vertrauen sie mir entgegenbringt, mit welchem Mut sie voranschreitet und ich bekomme einen Eindruck davon, was im Leben wirklich wichtig ist.
Wenn ich nach einem solchen Besuch wieder hinausgehe in unsere Welt und sehe, was mir dort begegnet, ist mir mein Blick gereinigt und all die Brillen, welche ich davor aufhatte, sind für einen Moment weg. All die Verfärbungen, Verblendungen, der Neid, der Hass, sind unwichtig geworden. Ich sehe die paar wenigen Habseligkeiten, welche noch im Zimmer dieser Frau stehen: Ein Sekretär, ein paar alte Bilder, welche an Menschen erinnern, die ihre Weggefährten waren, ein Instrument, auf welchem sie früher einmal musizieren konnte. Und ich denke darüber nach, was ich alles noch loslassen muss, um bereit zu sein, zu gehen.
Aber eigentlich wollte ich über eine Genesung schreiben, über das, was gesund macht, weil ich den Eindruck habe, dass so vieles Krankmachendes in unserer Welt existiert. 
Diese Botschaft von diesem einen Kind, das wiederkommen wird, denke ich, das ist es, was mich gesund machen kann. Weil kein Gedanke, den ich denke,  kein Wort, was ich spreche, keine Tat, die ich tue, hier auf dieser Erde endgültig ist. Alles ist im Wandel und ist einer Veränderung durch das, was wir Zeit nennen, unterworfen. Und doch hat es EINEN gegeben, an den erinnern viele, weil ER etwas Endgültiges gesagt und getan hat. Da liegt etwas Heiles, etwas HEILIGES und Gesundes drin, dass ich davon gehört habe und SEINEM Reichtum vertrauen lerne.
Das macht mich dankbar und demütig in dem Vertrauen, dass alles, so, wie es ist, gut ist.